Jagdhunde
Die wichtigsten Essentials für Training, Jagd und Alltag im Revier
Ob bei der aktiven Arbeit im Revier, beim Dummytraining oder auf der Schweißfährte: Mit der richtigen Ausstattung wird der Einsatz mit deinem Jagdhund sicherer und erfolgreicher. Entdecke praktische Essentials für Jagdhunde – von spezieller Hundeortung und Schweißhalsungen über energiereiches Futter bis hin zu robusten Outdoor-Hundebetten und Warnwesten.
Ausstattung für Deinen Jagdhund
Futter & Snacks
Energiereiche Nahrung für maximale Leistungsfähigkeit und schnelle Regeneration nach dem Einsatz.
Halsungen & Leinen
Robuste Schweißhalsungen, lautlose Moxonleinen und wetterfeste Riemen für die Fährtenarbeit.
Training & Zubehör
Professionelle Dummys, Hundepfeifen und Schleppwild-Zubehör für die Ausbildung im Revier.
Transport & Sicherheit
Stabile Hundeboxen fürs Auto, sowie reißfeste Signalwesten für Drückjagd und Nachsuche.
Hundeortung
Zuverlässige GPS-Tracker, Ortungshalsbänder und Handgeräte für die präzise Lokalisierung auf Distanz.
Betten & Decken
Schmutz- und wasserabweisende Liegeplätze für das Auto, die Jagdhütte oder Zuhause.
Trainingstipp
In 5 Schritten zum perfekten Apportieren
In 5 Schritten zum perfekten Apportieren
Ein erfolgreiches Apportier-Training erfordert Konsequenz, gleichbleibende Kommandos, Zeit und viel Geduld. Die Übungsschritte sollten systematisch aufeinander aufbauen, damit aus Jäger und Hund ein echtes Team wird. So gehst du am besten vor:
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- Direkt auf Schnauzenhöhe
- Etwas höher über dem Kopf (der Hund muss sich strecken)
- Tiefer auf Höhe deiner Waden
- Erst im letzten Schritt vom Boden
Ausrüstungs-Checkliste für Jagdhunde
Damit dein Hund im Revier und beim Training optimal geschützt und einsatzbereit ist, sollte die Ausrüstung perfekt auf die Anforderungen abgestimmt sein. Hier findest du die wichtigsten Basics auf einen glance:
Pfeifen & Training
Zuverlässige Hundepfeifen, wie die bekannten ACME Pfeifen (z. B. die Klassiker No. 210,5 oder 211,5), sowie robuste Apportier-Dummys sind unverzichtbar für die tägliche Dummyarbeit und den absolut sicheren Rückruf im Revier.
Führung & Fährtenarbeit
Robuste, reißfeste Schweißhalsungen sowie spezielle Schweiß- oder Schleppleinen (z. B. von Farm-Land) sorgen für die nötige Sicherheit und präzise Kontrolle bei der konzentrierten Fährtenarbeit.
Ortung & Sicherheit
Moderne GPS-Tracker von Garmin sind entscheidend, um den Hund bei der weiten Stöberarbeit jederzeit exakt zu lokalisieren. Ergänzt wird die Sicherheit durch reißfeste Farm-Land Warnwesten und gut sichtbare Halsbänder in Signalorange oder Signalgelb.
Ruhephasen & Regeneration
Widerstandsfähige Outdoor-Hundebetten oder wärmende Faserpelzdecken schützen vor Bodenkälte und unterstützen die optimale Erholung und Regeneration deines Jagdhundes nach einem anstrengenden Jagdtag.
Ernährung & Belohnung
Hochwertiges, energiereiches Spezialfutter von Hubertus Gold (wie die Premium-Trockenvollkost) oder AKAH Natur Vital füllt die verbrauchten Energiereserven schnell wieder auf. Schmackhafte Hunde-Snacks eignen sich ideal als direkte Belohnung im Training.
Tipp für aktive Jagdhunde: Die richtige Energieversorgung
Ein langer Arbeitstag im Revier, anstrengende Nachsuchen oder intensives Dummytraining verlangen Jagdhunden körperlich alles ab. Bei der aktiven Arbeit ist der Kalorien- und Nährstoffbedarf extrem hoch, weshalb spezielles Jagdhundefutter für die Leistungsfähigkeit und Regeneration entscheidend ist.
- Energiereiche Hauptmahlzeit wählen – z. B. mit Premium-Trockenvollkost von Hubertus Gold
- Exakt auf Gebrauchshunde abgestimmte Nährstoffe füttern – mit Natur Vital von AKAH
- Getreidefreie Power-Snacks für die Hosentasche nutzen – ideal sind gebackene Hundekuchen von Bubeck (z. B. mit Hirsch oder Ente)
- Schneller Flüssigkeits- & Energiekick direkt nach dem Einsatz – perfekt portioniert mit SmoothieDog Hundesmoothies
- Immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung stellen, um Dehydrierung im Revier vorzubeugen
- Verfügbar
Häufige Fragen zu Jagdhunden
Welche Arten von Jagdhunden gibt es?
Jagdhunde werden je nach ihrem Einsatzgebiet in Feld, Wald oder Wasser in verschiedene spezialisierte Gruppen eingeteilt. Hier ist eine Übersicht der wichtigsten Jagdhundetypen:
Vorstehhunde: Diese Hunde stoppen lautlos und verharren starr (sie heben oft den Vorderlauf an und "stehen vor"), wenn sie Wild wittern. Sie zeigen dem Jäger das Wild an, ohne es aufzuscheuchen. Typische Rassen sind der Deutsch Drahthaar, Deutsch Kurzhaar oder der Weimaraner.
Stöberhunde: Sie machen das Gegenteil der Vorstehhunde. Sie arbeiten selbstständig in dichten Dickungen, suchen das Wild und treiben es spurlaut (bellend) in Richtung der Schützen. Bekannte Vertreter sind der Deutsche Wachtelhund und der Springer Spaniel.
Schweißhunde: Absolute Spezialisten für die "Nachsuche" (die Suche nach verletztem Wild). Sie verfügen über einen extrem guten Geruchssinn, absolute Ruhe und enormen Spurwillen. Zu ihnen gehören der Bayerische Gebirgsschweißhund und der Hannoversche Schweißhund.
Apportierhunde (Retriever): Ihre Hauptaufgabe ist es, erlegtes Wild – sehr oft Federwild aus dem Wasser – zu finden und dem Jäger im Fang zuzutragen, ohne es zu beschädigen. Rassen wie der Labrador oder Golden Retriever sind wahre Meister im Apportieren.
Erdhunde: Diese kleinen, mutigen Hunde gehen bei der sogenannten Baujagd direkt unter die Erde in den Fuchsbau oder Dachsbau. Typische Erdhunde sind Teckel (Dackel) und verschiedene Terrier-Rassen wie der Deutsche Jagdterrier oder der Jack Russell.
Was bedeutet „Vorstehen“ bei einem Jagdhund?
Das sogenannte Vorstehen ist ein genetisch verankertes Verhalten (eine Art Beutegreifhemmung), das auftritt, sobald der Hund Wild wittert. Der Hund erstarrt mitten in der Bewegung, verharrt angespannt und hebt dabei oft einen Vorderlauf an. So zeigt (oder „pointet“) er dem Jäger das aufgespürte Wild zuverlässig an, ohne es aufzuscheuchen.
Was genau ist ein Schweißhund?
In der Jägersprache wird das Blut des Wildes als „Schweiß“ bezeichnet. Ein Schweißhund ist demnach ein absoluter Spezialist mit einem außergewöhnlich guten Geruchssinn, der dafür ausgebildet ist, die Spur von verletztem Wild (die Schweißfährte) waidgerecht zu verfolgen und das Tier sicher zu finden. Bekannte Rassen sind der Hannoversche Schweißhund oder der Bayerische Gebirgsschweißhund.
Ist ein Hund bei der Jagd gesetzlich vorgeschrieben?
Ja, der Einsatz von sogenannten „brauchbaren“ (also speziell geprüften) Jagdhunden ist in den Landesjagdgesetzen fest vorgeschrieben und kein reines Hobby der Jäger. Um den Tierschutz und die Waidgerechtigkeit zu wahren, muss beispielsweise bei jeder Such-, Drück- oder Treibjagd sowie zwingend bei einer Nachsuche ein entsprechend ausgebildeter Jagdhund mitgeführt werden.
Warum brauchen Jagdhunde spezielle GPS-Tracker?
Bei der freien Arbeit (wie dem selbstständigen Stöbern oder auf anspruchsvollen Nachsuchen) arbeiten Jagdhunde sehr zielgerichtet und entfernen sich dabei oft weit aus der Sicht- und Hörweite des Jägers. Professionelle GPS-Tracker (wie z. B. von Garmin) sind entscheidend für die Sicherheit des Hundes, da sie auch in unwegsamem Gelände ohne Mobilfunknetz präzise Standortdaten liefern und zuverlässig verhindern, dass sich der Hund verirrt oder unbemerkt in Gefahr gerät.
Exkurs: Eignen sich Jagdhunde für Nicht-Jäger und Familien?
Viele Menschen, die nicht zur Jagd gehen, interessieren sich für die edle Optik von Jagdhunden. Doch Vorsicht: Rassen wie der Weimaraner wurden ursprünglich auch gezüchtet, um Wild zu verteidigen, und besitzen entsprechend starke Schutzinstinkte. Sie benötigen eine extrem konsequente Ausbildung, sehr klare Regeln und Grenzen im Alltag. Wer einen leichter zu führenden Familienhund sucht, ist mit einem Golden Retriever oft deutlich besser beraten.
Wer als "Nicht-Jäger" einen Jagdhund hält, muss zwingend für artgerechte, alternative Auslastung sorgen. Ideal sind hierfür anspruchsvolle Suchspiele für die Nase oder gezieltes Dummytraining, um die enorme jagdliche Energie (Impulskontrolle) des Hundes in die richtigen Bahnen zu lenken.